Nautische Dämmerung

Nautische Dämmerung

(Kleiner Hinweis des Allgäu-Bloggers: Dieser Text birgt mögliche leichte Abweichungen vom Kurs wissenschaftlicher Akribie. Mediales Segelblähen ist möglich.)

Wer kennt nicht den selbstklebenden Spruch ganzer Generationen von „Erziehungstätigen“:

Im Hafen sind die Segelschiffe am sichersten; doch dafür sind sie nicht gebaut.

Manche Spruchfinder verorten allerdings den Seglerbegriff „Windjammer“ eher im internen Verdauungstrakt. Nun ein Blick weit zurück. Die ältesten Segler waren wohl die „Archenauten“, mit dem Zoodirektor Noah. Ich grüble, ob er auch Fische an Bord hatte. (Wohl das erste Paradoxon der Seefahrt.) Auf der Mastspitze der Arche saßen sicherlich „Argusnauten“ als Landspäher. Dann kamen die hellenischen „Argonauten“. Mitsegelnde „Argwohnauten“ vermuteten unter zollpflichtigen vergoldeten Widderfellen (Goldenes Vlies) die versteckte Ferse eines gewissen Achilles. In diesen Zeiten gründeten Araber Sindbads „Aladinnautenseglerschule“.

Heutzutage machen die aus Nasa, Esa, Dollar und Euro gebildeten „Astronautenshuttleteams“ Furore. Die russischsprachige Welt kennt die „Kosmonauten“ und China macht Aufstiegsreklame mit den „Teikonauten“. Leider gibt es trotz der berückend schönen Erdbilder aus der Schwärze des Raumes noch viele „Ignorauten“ mit Verschmutzungsrechten.

Dazu das Stammwort Ignoranz. Aus Deutschland, der seit Jahrhunderten besonders stark durch Menschen aller Ecken und Kanten vermischten europäischen Mittelerde haben sich erträumt sortenreine „Ariernauten“ auf den Weg zur Nebelinsel Thule aufgemacht. Dort erwartet sie vor der anbrechenden Götterdämmerung allerdings nur Herr „Lohengrin(send)“. Den Schlusspunkt dazu setzte eine Figur aus der Antike: Gajus Julius Cäsar.

Er sagte einst:“ Was sich die Menschen wünschen, glauben sie gerne“!

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