Dichten gegen Fake-News-Giftgeschichten

Fake News? Vielleicht hat dieser, so international sprachwuchtig daher marschierende Begriff leider Chancen, „Schlagstockwort“ des Jahrzehnts zu werden. Aber so ganz neu sind diese „News“ auch bei uns nicht. Beispiel dazu 200 Jahre weit hergeholt: Geheimrat und Nationaldichter J.W. Goethe hatte Ähnliches schon damals in seinen Federkiel, zeitgenössisch noch deutsch formuliert, einfließen lassen.

Er reimte es so: “ O, glücklich, wer noch hoffen kann, aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen! Was man nicht weiß, das eben bräuchte man, und was man weiß, kann man nicht brauchen.“

Aus heutiger Sicht würde der Dichterfürst (auf Zelluloid als Fack ju Göhte verewigt) vielleicht in sein smartes „Gehirnschrittmachergerät“ eintippen: „Voll geil, wer durch Googeln das WWWirrwar-Fake-News Spinnennetz entwirren kann“! Übrigens! Goethe war ja auch Wissenschaftler. Stichwort Farbenlehre. Es könnte von Interesse sein, was der Schöpfer von „Die Leiden des jungen Werther“, zum Zustand der, in den Farben der politischen Straßenverkehrsordnung arbeitenden Berliner Ampelkoalition zu reimen hätte.


Ein bisschen Biss gehört dazu: Die im deutschen Südosten voll- und volksmundig als „Wadlbeisser“ bezeichneten Politikaussendienstmitarbeiter müssen reißzahnfletschend gewaltig Wind machen, während die auftraggebenden Spitzenpolitiker in deren Windschatten, gestaltet in Wahlkampftrachtenjanker, leutselig lächelnd auf die Wahlurnen zuschreiten.


Selbsternannte Besitzer irdischer, außerirdischer oder unterirdischer (verschwörungstechnischer) Wahrheiten, paddeln meist nur wie grellbunte Quietscheentchen im Tümpel ihres erträumten Weltmeeres.

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