Zum Thema Alter war unlängst Hochinteressantes aus urgeschichtlichen Tagen zu lesen: Gegenstand war der, nach derzeitigem Stand der Forschung erste aufgerichtet schlurfende Menschenaffe, benannt UDO. Dessen Knochenfragmente waren in einer Tongrube im östlichen Allgäu an das Tageslicht gekommen. Das in einer Ausstellung in Pforzen gezeigte und vielfotografierte Modell des maskulinen…
Mehr sehenKaum stille Nacht; viel Stress gebracht. So tönt es vielerorts auf den medialen und gesellschaftlichen „Dauerwellen“ der Weihnachtszeit. Die Hoffnungen zur Stressreduktion haben schon einen langen Weihnachtsmannbart. Der Zwillingsbart dazu heißt wohl „Bürokratieabbau“. In Zeiten ständiger „Habachtstellung“ und, nicht immer nur von Außen geforderter Präsenz will ich dennoch einige adventliche…
Mehr sehenDichter dran zu sein am Geschehen! Das erhoffen sich Textmacher aller Coleur, wenn sie „Schriftsätze“ (Ein gelegentlich Unbehagen ausströmendes Wort) mit Bonmots, maßgeschneidertem Politspezial, Apercus, Sottisen, Glossen, Repliken oder landschaftseigenen Durst-und Fruststillenden Sprüchen aufzaeumen. Sozusagen die „Brillenputztücher“ der Meinungsvielfalt. Ich gestehe; auch ich richte meine Wortsalate gerne mit „Wahrheits-Körnchenwürze“und gewissensbissiger…
Mehr sehenBei Zahnweh kann der Arzt Schmerz senken; doch nagt der Zahn der Zeit an einem, so hilft statt Greinen klares Denken. Grauschleier, unsortierte Sturzbachinfos, statt mildem Weisswurstsenf gärender „Motzrich“, Bräunungsmilch gegen arische Blässe mit Ablaufdatum, Regierung mit hartem Durchgriff gegen Bürgergeld, Milliardäre in der EU immer reicher und anstatt ein…
Mehr sehenDort wo der aktuelle Blätterwald rauscht, ist leider auch so manche „Schnappatmung“ nicht weit. Dieser disharmonische Vorgang nennt sich in meinem Küchenlatein „Trachea furibundis“. (Ovid, Homer und Vergil mögen mir verzeihen und Kirchenlateiner mir vergeben.) Aber es gibt einen berührenden, sinnstiftenden Unterschied, ob man mit Schnappatmung die oft kaum verständlichen…
Mehr sehenZeichnung Tilde Leitner „Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten?“ Manche wollen schon seit Kindertagen, lammfromm um Erlaubnis fragen. Und Schiller meinte in seinem Wallenstein:“ Leicht beieinander wohnen die Gedanken. Doch hart im Raume stoßen sich die (Tat)Sachen.“ Ich habe neben den gedankenschweren Kopfkissen einen Notizblock liegen, um…
Mehr sehen„Hermann, Du wirst 87 und denkst echt atypisch und nervig oft an die Eroberung der Planetenräume, mit Schwerpunkt Mars. Du erlebst das doch gar nicht mehr.“ Das sagen mir oft Leute, die dabei sind, ihr eigenes Leben so langsam besenrein aufzuräumen. Ich antworte:“ Die Lebensspanne ist doch das größte Geschenk…
Mehr sehen„Man soll die Welt nicht belachen, nicht beweinen, sondern begreifen“. (Spinoza) Es war Sommer 1966. Joan Baez sang Friedenslieder und der Vietnamkrieg nahm Fahrt auf. Drei Jahre später kletterte der Mensch erstmals aus seiner erdgebundenen Wiege. Und vor 300 Jahren hatte der konfliktreiche Siegeszug der heliozentrischen Welteinsicht begonnen. Im beschaulichen…
Mehr sehenPo-Taschenteilgehirne (Handys) müssen faktenrein abgeputzt werden. Wer auf seinem tragbaren Gehirnteil nur vorsortierte Meinungsblasen herscrollt und wegwischt, erhält ein „Wischi-Waschi-Weltbild“ mit Wischmobneigung. Neue Filme im Lande! Wanderungen entlang der demokratischen Abbruchkante. Deutschmännerserie: Abspann für die Demokratie? Grenzsteinversetzer ethischer Normen beißen vermehrt auf Granit! Ein Gipfel deutscher Lebenslust ist…
Mehr sehenMeine neue Haltbarkeitsstufe (86er mit Denkmalblick am Fernreiserollator) im vorangegangenen Blogbeitrag kulminierte in dem kernfamiliennahen Spruch:“ Vorsicht, zweiter Frühling! Senioren schlagen aus“! Beruhigender war der Hinweis einer Leserin zu meinem Thema „Sprachbildung“. Ich sei mit meinen Verknüpfungen von Zeitläuften ein wichtiges Scharnier zwischen Generationen. Falls dem so ist, dann bewerte…
Mehr sehenIn diesem Monat zähle ich 86 Jahre und bin weiterhin förderndes Mitglied der Demokratie. Gerne wäre ich altersmilder unterwegs, aber die Zeiten sind zum zweiten Mal (Einst schon 1944-1950) extrem fordernd und phasenweise überfordernd. In meinem Debütjahr für das Lebenstheater, nämlich 1939 herrschte ein aus dem deutschen Sprachraum stammender, guttural…
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Danke lieber Dr. Bidmon für die Mitwanderung. Der Mainstream Wortsalat braucht Pfeffer, sonst bleibt‘s grau und fad.
Lieber herr Schmid, ich freue mich immer wieder von Ihnen zu hören, ob auf Papier oder digital. Deshalb beobachte ich…
Vielen Dank für die guten Wünsche. Vor allem braucht die Wünschelrut‘, wie Kant schon sagt, Verstand mit Mut.
Lieber Herr Schmid, ich gehe gern mit Ihnen, denn als bayerische Schwaben sind wir eine Minderheit im eigenen Land, die…