Als Lecturer (Dosen) 1972 auf Sulawesi
Die WWW-Sommerfrische geht zu Ende und es wird wieder mit Elan im ABC-BEET Gereimtes und Ungereimtes gepflanzt oder auch gejätet.
„Apropos Sommerfrische“! Nicht zu Unrecht hatten die letzten Monate das Gefühl erzeugt, angesichts oft „blickdichter“ Zukunftsthemen in „Sommerschlaglöchern“ zu sitzen. Und auch die erwartbaren Sommerpause-Tiergeschichten waren schon mal attraktiver. Die Ostallgäuer Vampirschildkröte; auch “ Miss Kurgastschnappi“ genannt, hatte keine Nachfolger.
( Miss Kurgastschnappi selbst, unterstützt vielleicht derzeit in Bayern die Aufstellung von Wahlurnen in Bierzelten und bei “ Wegkreuzeinweihungen“). Ich selbst träumte bis vor kurzem von der Entdeckung einer “ Lech- Nessiequalle „. Aber selbst im Forggensee blieb alles „hoimelig“ still. Ja, ja, die echten Schotten sind nicht nur “ röckchenblickdicht“ ,sondern in Sachen: Vermarktungsfähige Wasserungeheuer, eben auch tolle Dichter. So heißt es: “ Ob Regen oder Sonnenschein, wer im trüben Wasser fischt, fällt auf jeden Nessie rein“.
Zurück zu heimatlichen Gefilden. Hier durfte ich unlängst reimen : „Wer andere für sich denken lässt, dem bleibt nur noch ein Meinungsrest „. In der öffentlichen Meinung hat sich seit Monaten die „Klimafolgenfrage“ sozusagen festgeklebt.
Dazu passt diese Meldung:“ Unsere Urenkel müssen mit erschreckend hohen „Nordsee-Dauerwellen“ rechnen. (Anstieg der Seehöhe um einen Meter). Jetzt noch fiktiv, aber dereinst als Nachricht vorstellbar: „ANNO 2088 – Sintflut! Binnenflüchtiger Sylter Geldadel schult auf Tiroler Sennalpen zu Melkern, Käsern und Andachtsjodlern um. (Text teilweise erstellt mit KI=Kreative Ironie). Soviel zu einer möglichen Zukunft, die sich auch schon an der Gegenwart festklebt.
„By the way“ : Wenn es der Wortsinn ergibt, dann sind in meinen Blog-Texten, geschrieben auf meiner zeichenarmen Schreibmaschine, alle, in gängigen Buchstabenkonstellationen dargestellten Geschlechtsidentitäten gemeint, eingehegt und wertgeschätzt. Auch so geht Weltbürgerlebensgefühl.
Apropos Weltbürgererfahrung: Wenn Sprache zu Erinnerung gerinnt, kann eine lehrreiche Fabel entstehen.
Es war 1972. Ich war damals im Auftrag der Bundesregierung als Medienberater auf der Insel Sulawesi (Orchidee am Äquator) tätig. Mit Studenten einer Medienlehranstalt in der Hauptstadt Ujung Pandang (Makassar) diskutierte ich unter anderem über soziale Probleme „scheinbarer Hautfehlfarben“ im indonesischen Archipel und anderorts. Ein so intelligenter wie schlitzohriger Student, Yussuf Halar stellte mir in Form einer Parabel (lehrhaft, aber nicht belehrend) das Thema dar. O-Ton Yussuf: „Im Zuge der Menschwerdung kamen einst alle „Homo Sapiens“ (Der uralte anthroide menschenähnliche Urvorfahre „Javamensch“ war noch nicht dabei) in den göttlichen Backofen. Der stand im „Sorga Kepulanan“, also im Paradiesgarten. Der „Tukang roti malaikat“, nämlich der Bäckerengel war offenbar verliebt (ein Schatz-Engel) und ließ die Menschen aus Afrika eine Winzigkeit zu lange im Ofen. Die Weißen aus Europa zog er einen Deut zu früh heraus und nur die Bewohner des indopazifischen Archipels bekamen die exakt richtige Bräunung“. Die umstehenden Studenten schmunzelten (grinsen wäre weiß-westlich), als wollten sie sagen:“ Na , du allwissender weißer Guru – egal ob Warna Cocolat, Hitam oder Putih, also braun, schwarz oder weiß. alle Menschen sind im gleichen Backofen zu „Homo Sapiens“ geworden. Ich empfehle diese Parabel (Ein Narrativ mit echtem Sinngehalt) von damals gerade in unserer Zeit dringend zum Nachdenken.
(P.S.: Wenn meine Texte gefallen, dann gerne weitersagen. Wenn nicht, dann eben weiter warnen.)
Bis bald!